Kommunalwahl 2009
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Dominic Gundlach - Ein erstmals dritter Ratsherr für Wewer! (14.08.2009)

 


Wolfram Bölte - "Über die Bedeutung von Europapolitik" (21.04.2009)
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Schulpolitisches Strategietreffen am 05.11.2011 PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 22. November 2011 um 00:00 Uhr

Auf Einladung des Stadtverbandes Paderborn trafen sich interessierte Parteimitglieder aus dem gesamten Kreisgebiet, um über die verschiedensten schulpolitischen Themen zu diskutieren, Informationen über die Entwicklungen in den einzelnen Gemeinden auszutauschen und zu versuchen, eine gemeinsame Grundhaltung zu den von Ort zu Ort stark unterschiedlichen Entwicklungen zu finden.

Die Veranstaltung wurde von Georg Senn, Mitglied des Kreisschulausschusses und stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes der Lehrer an Wirtschaftsschulen, sachkundig moderiert. Als Gast stand weiterhin der Beigeordnete der Stadt Paderborn, Wolfgang Walter, zuständig für Bildung und Soziales, für alle Fragen zur Verfügung. Anwesend waren Parteivertreter aus Paderborn, Borchen, Büren, Hövelhof, Bad Lippspringe und Lichtenau.

Anfangs schilderten die Schulpolitiker die bildungspolitischen Fragestellungen vor Ort und wiesen auf die Probleme im Zusammenhang mit einer kreisweiten Planung der Schullandschaft hin. Dabei wurde deutlich, dass vor allem die Zukunft der Hauptschule, das Errichten von Gesamtschulen, die neue Schulform Verbundschule, sowie die Zukunft kleiner Grundschulen die politische Arbeit in den einzelnen Gemeinden prägen. Wünschenswert wäre es in diesem Zusammenhang gewesen, wenn sich auch Parteifreunde aus Delbrück bzw. Salzkotten an der Veranstaltung beteiligt hätten, da in diesen beiden Städten besonders gravierende Veränderungen der Schullandschaft geplant sind. Ebenso vermisst wurde trotz mehrmaligen Bemühens ein Vertreter des Kreisschulamtes. Obwohl mehrere Wochen vor der Veranstaltung bereits beim Kreis ein Referent angefragt wurde, hielt man es seitens des Kreises wohl nicht für nötig, mit den Kommunalpolitikern der FDP ins Gespräch  kommen zu können. Trotzdem entwickelten sich angeregte Diskussionen und am Ende konnten fünf Leitlinien erarbeitet werden, an denen sich liberale Schulpolitik kreisweit ausrichten sollte:

1. Jede Gemeinde hat individuell ganz unterschiedliche schulpolitische Probleme, teilweise sind sie finanziell begründet, teilweise der demographischen Entwicklung geschuldet, teilweise sogar durch die politisch Handelnden zu verantworten. Jede Gemeinde muss daher zu einer individuellen Antwort auf diese Probleme kommen. Es erscheint nicht möglich einen „liberalen Masterplan“ für das gesamte Kreisgebiet zu erstellen.

2. Die schulpolitische Diskussion wird viel zu sehr quantitativ geführt. Jeder Ort hantiert mit Schülerzahlen und Statistiken, um seine schulpolitischen Planungen zu begründen. Viel zu wenig Beachtung finden jedoch qualitative Standards, an denen sich jedoch die  FDP-Bildungspolitik ausrichten sollte. Individuell vor Ort heißt das, dass die Bildungschancen für jeden einzelnen Schüler bei allen Entscheidungen Vorrang vor Strukturfragen haben sollen.

3. Das Modell der sogenannten Sekundarschule wird prinzipiell als ein gangbarer Weg erachtet, um vor Ort zukunftsorientierte Schulstrukturen zu erhalten bzw. zu schaffen.

4. Der Wunsch nach dem Erhalt von „Kleinstgrundschulen“ in den jeweiligen Gemeindeteilen darf nicht zu einer Verschlechterung des Bildungsniveaus führen. Prinzipiell befürwortet die FDP daher größere Grundschulzentren, an denen eine stabilere personelle Versorgung gesichert ist und auch eine individuelle Förderung und spezifische Angebote (z.B. Fremdsprachen, Sport, Kulturelles) möglich sind.

5. Kooperationen zwischen den Gemeinden des Kreises, aber auch darüber hinaus, sind wünschenswert und wichtig und sollten von der FDP vor Ort unterstützt werden. Teilweise ist es sogar nötig, dass die FDP solche Initiativen einleitet bzw. auf den Weg bringt, um das „Kirchturmdenken“ der Bürgermeister und Ortsvorsteher zu überwinden.

6. Den Eltern der Grundschüler muss flächendeckend die Möglichkeiten der höheren Abschlüsse incl. Vollabitur an den Berufskollegs des Kreises Paderborn verdeutlicht werden.

Die Teilnehmer wünschen sich, dass die Veranstaltung eine Fortsetzung erfahren soll, bei der sich schulpolitisch interessierte FDP-Mitglieder aus dem gesamten Kreisgebiet mit Vertretern der Wirtschaftsverbände (IHK, Kreishandwerkerschaft, Mittelstand, etc.) über die Anforderungen an Schulabgänger informieren können. Die Koordination dieser im Frühjahr stattfindenden Veranstaltung wird der Kreisverband übernehmen.


 
Stadtverbandsparteitag der Paderborner FDP PDF Drucken E-Mail
Freitag, 01. April 2011 um 00:00 Uhr

Am 11.03.2011 fand der jährliche Stadtverbandsparteitag der Paderborner FDP statt. Vorsitzender Karsten Grabenstroer hatte in seinem Rechenschaftsbericht viel Gutes zu vermelden. So stellt sich die Kassenlage äußerst solide dar, die Zahl der angebotenen Aktivitäten war respektabel. Die Zusammenarbeit in den Parteigremien verlief harmonisch. Doch verschwieg er auch nicht die Kehrseite der Medaille: Auch die Paderborner FDP leidet im Moment unter Mitgliederschwund. Auch wenn eine Analyse der Kündigungen ergab, dass Enttäuschungen über den bundespolitischen Kurs zu diesem Schritt veranlassten, so ist doch auch für die FDP vor Ort das nur ein schwacher Trost, den letztendlich müssen die Liberalen mit ihrer Arbeit vor Ort so überzeugend agieren, dass sie den Negativtrend zumindest aufzuhalten vermögen. Grabenstroer betonte, dass jetzt nach der Arbeit auf der Welle des Erfolges der Marsch durch das tiefe Tal der Tränen ansteht. Gastredner Magnus Buhlert MdBB, Spitzenkandidat zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft Ende Mai, versuchte – noch unter dem Eindruck des leicht motivierenden Wahlergebnisses aus der anderen Hansestadt Hamburg – Mut zuzusprechen. Die Erneuerung der FDP kann nur durch eine überzeugende Arbeit vor Ort, durch eine Graswurzelbewegung bewerkstelligt werden.

Auf dem Parteitag wurde ein neues Grundsatzpapier der Paderborner FDP verabschiedet, in dem die Partei festgelegt hat nach welchen Kriterien die Paderborner Kommunalpolitik zu gestalten ist. Es war der Partei wichtig festzuhalten, an welcher Richtschnur sich die Übernahme politischer Verantwortung in Paderborn orientieren und rechtfertigen lassen muss. Der Parteitag regte Nachbesserungen im Bereich innere Sicherheit und Umweltpolitik an und verabschiedete das Papier anschließend einstimmig. (kg)


 
Ganz subjektive und ausschließlich persönliche Gedanken zu den Wahlen vom 27.03.2011 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 01. April 2011 um 00:00 Uhr

Rainer Brüderle kann ich nicht verstehen. Ich verstehe seine Sprache schon nicht. Bei seinen Reden brauche ich oft Untertitel. Birgit Homburger höre ich oft gar nicht erst zu. Ich sehe nur den hochgestellten Kragen ihrer Jacke.Das ist weder ein sachliches Urteil, noch wahrscheinlich fair, aber das sind die Bilder in meinem Kopf nach diesem Sonntag.

Mit diesem Personal jedenfalls war die Quittung durch den Wähler nicht zu verhindern. Die Grünen haben von der Atomdebatte profitiert. Wir hätten so oder so eine Klatsche bekommen. Die Wähler haben die Arbeit der FDP in der Bundesregierung quittiert. Alle anderen Erklärungsversuche sind nur das: Versuche zu erklären, Versuche abzulenken.

Die FDP muss, wenn sie wieder ernst genommen werden will, da anknüpfen, wo sie kurz vor der Bundestagswahl 2009 in der Wahrnehmung der Wähler verortet war. Sie muss Profil zeigen, sie muss Profil durchhalten und sie muss personell diese Ziele auch verkörpern. Hier zu erwähnen, was alles falsch lief, ist müßig. Alle Gespräche bei Veranstaltungen im letzten Jahr zeigen mir, dass alle Parteimitglieder im Wesentlichen einhellig die gleichen Problemfelder benennen können. Westerwelle zum Alleinschuldigen zu machen, greift zu kurz. Es sind viele in der Bundestagsfraktion, die kaum in Amt und Würden, alles an frischem und jungem Elan hinter sich gelassen haben, was die Stimmung vor 2009 so hervorragend sein ließ. Aus Hoffnungsträgern wurden Bedenkenträger, aus unverrückbaren Grundsätzen wurden windelweiche Kompromisse. Das hat der Wähler „honoriert“. Japan nützte den Anderen. Es konnte uns schon nicht noch mehr schaden. Die Koalition mit der CDU ist für Deutschland die bessere Alternative. Eine solche Koalition braucht Führung, sie braucht Geschlossenheit, sie braucht ein klares Konzept. Hat sie dies alles, so wird sie starken Gegenwind erfahren, so wird sie aber auch alle mit der gleichen Überzeugung geschlossen hinter sich wissen. Wer versucht es allen recht zu machen, wer immer nachgibt, ist irgendwann der Dumme. Die die einen nicht mögen, mögen einen dadurch nicht mehr, die eigenen Anhänger enttäuscht man

Die Ziele der FDP sind und bleiben die richtigen, dazu stehe ich mit voller Überzeugung. Für den handwerklich miserablen Versuch ihrer Umsetzung geniere ich mich.

Eine Figur wie Karl-Theodor zu Guttenberg beweist, dass mindestens genau so wichtig wie politischer Inhalt seine mediale Personifizierung ist. Der Liberalismus braucht Gesichter, die unsere Ziele sympathisch machen. Die Sympathieträger von gestern haben sich teilweise bereits verbraucht. Meine Hoffnung ist, dass nach dem Wahldebakel vom vergangenen Sonntag jetzt neue und frische kompetente Politiker und Politikerinnen aufstehen und Verantwortung übernehmen, aber auch die Partei mutig genug ist, ihnen Verantwortung zu übertragen. So wie es vor gut zwanzig Jahren ein junger Wilder wie Guido Westerwelle vorgemacht hat, so wie es Katja Suding in Hamburg gezeigt hat und so wie es auch jetzt in Berlin notwendig ist. (kg)


 

 
Entwicklung der Innenstadt PDF Drucken E-Mail
Montag, 30. Mai 2011 um 00:00 Uhr

Auf der gemeinsamen Strategietagung von Stadtverbandsvorstand und Fraktion berieten die Mitglieder über die Entwicklung der Innenstadt. In Form eines virtuellen Rundgangs durch Paderborn wurden elf „Baustellen“ gezeigt, die aus liberaler Sicht in den nächsten Jahren bewältigt werden sollen.  

Nach umfassender Diskussion kommen die Anwesenden zu folgenden Ergebnissen:

Kein Verwaltungsneubau durch die Stadt an der Florianstraße.

Die Stadt Paderborn soll das Filetstück Florianstraße freigeben und an den Markt geben. Hierzu sollen Investoren eingeladen werden, die verschiedene (Einzelhandels-)Konzepte, auch unter Einbeziehung der Bahnhofstraße, vorstellen sollen.

Die Verwaltung am Abdinghof soll aktiv mit Dienstleistungszentren erhalten bleiben. Denkbar sind zusätzlich Servicestationen, z. B. von E.ON, ASP, oder B.O.S.S. . Hierzu ist evtl. ein Teilneubau denkbar. Die Stadt Paderborn möge kreativ nach attraktiven Mietflächen für Teile der Stadtverwaltung ohne wichtigen Publikumsverkehr suchen.

Die Paderborner FDP steht allen Planungen, die Investoren bezüglich der künftigen Königsplatzgestaltung vorhaben, positiv gegenüber.

Damit die Buserreichbarkeit in der Innenstadt gegeben ist, spricht sich die Paderborner FDP für eine zentrale Haltestelle aus. Darüber hinaus soll eine Bürgerentscheidung, bei der im Vorfeld Kosten benannt und alternative Buslinienführungen aufgezeigt werden, klären, ob die Buslinienführung in der Innenstadt fortgesetzt wird oder nicht.

Die Paderborner FDP ist sich weiterhin darin einig, dass es bis auf Sanierungsmaßnahmen keine tief greifenden Veränderungen am Domplatz geben soll. Gemäß des Bauausschussbeschlusses soll es bei mindestens 100 Parkplätzen am Domplatz bleiben. Vielmehr muss ein Investor an der Florianstraße neue Parkplätze schaffen. Daher fordert die FDP, dass die Stadt Paderborn die Anzahl der Parkplätze realistisch, ohne Schönrechnerei nach Quartieren und Bezirken, feststellt und Ausschau nach ausreichenden und attraktiven Parkplätzen mit Ausnahme des Domplatzes hält. Auch die FDP wird diesbezüglich Lösungen entwickeln. In diesem Zusammenhang kann sich die Paderborner FDP die Aufstockung des östlichen Maspernparkplatzes in Form einer Parkpalette vorstellen.

Die Paderborner FDP hält eine VHS-Nutzung des Stadelhofes für sinnvoll und schlägt eine Entfernung der Poller auf der Kasseler Straße vor, um den Verkehr für Besucher der VHS zu öffnen.

Bezüglich der Schaffung einer Multifunktionshalle unterstützt die Paderborner FDP die Planungen privater Investoren, eine städtische Beteiligung jedoch wird abgelehnt.


 

 
Steuererhöhungen weiterhin kein Thema PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 17. Januar 2012 um 00:00 Uhr

In ihrer ersten Haushaltsklausursitzung hat sich die FDP-Fraktion am Samstag intensiv mit der Forderung der Kämmerei nach Steuererhöhungen im Haushalt 2012 beschäftigt. „Wir kommen zu einem eindeutigen Ergebnis. Die FDP steht zum Bündnisvertrag, in dem Steuererhöhungen ausgeschlossen werden, bis alle anderen Sparmaßnahmen ausgeschöpft sind. Aus heutiger Sicht sind Steuererhöhungen kein Thema.“ fasst Fraktionsvorsitzende Monika Walter das Ergebnis der Beratungen zusammen. Steuererhöhungen können immer nur das letzte Mittel sein, um eine Haushaltssicherung zu vermeiden. Bis dahin müssen alle anderen Möglichkeiten zur Konsolidierung der städtischen Finanzen ausgeschöpft werden. Allein das Potenzial, das aus dem bereits 2010 beschlossenen Sparpaket bisher nicht umgesetzt wurde, ist höher als die zu erwartenden Mehreinnahmen bei der Anhebung der Hebesätze. „Wenn wir aus der Verwaltung und den anderen Fraktionen immer wieder zu hören bekommen, dass bereits beschlossene Maßnahmen nicht umgesetzt werden können, müssen wir ein zweites Sparpaket als Kompensation in Angriff nehmen.“ ergänzt Karsten Grabenstroer und unterstreicht auch für den Vorstand der FDP in Paderborn die Haltung gegen die Pläne der Kämmerei. „Für die weiterhin positive Entwicklung von Paderborn als Oberzentrum sind die im Haushalt vorgesehenen Erhöhungen der Steuern auf jeden Fall kontraproduktiv. Sie treffen jeden einzelnen Bürger und die Wirtschaft in einer Art Gießkannenprinzip, dem wir uns klar entgegenstellen. Wir haben die Vorschläge des Kämmerers für Sparpotenziale aufgenommen und werden zahlreiche weitere Vorschläge bei den Haushaltsberatungen im Februar in die Diskussion mit der CDU einbringen. Eine konkrete Maßnahme ist zum Beispiel die kurzfristige Vermarktung des Grundstücks an der Florianstraße.“ erläutert Monika Walter abschließend. „Wir sind uns bewusst, dass die Beratungen zum Haushalt nicht einfach werden, aber wir sehen keine wesentlich veränderten Rahmenbedingungen, die eine Abweichung von den im Bündnisvertrag geschlossenen Vereinbarungen rechtfertigen könnten.“


 
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